Kurzmitteilungen

Mücke – Tagebuch 11.05.2020

Mücke – Tagebuch 11.05.2020
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Hallo ihr Lieben,

da bin ich nochmal. Allerdings heute zum letzten Mal auf diesem Wege, ab morgen sehen wir uns ja endlich wieder persönlich. Darauf freuen wir uns schon sehr. Hier sind alle Vorbereitungen getroffen, so dass wir euch ab morgen durch die Gegend tragen können.

Naila freut sich auch sehr darüber, dass ich dann nicht mehr soviel schreibe. Immer hat sie gemeckert, dass ich das nicht tagsüber mache, sondern erst abends, wenn sie das Licht vom Laptop genervt hat. Außerdem findet sie, das mein kreativer Schreibtisch zu viel Platz wegnimmt und immer Chaos drauf herrscht. Sie hat da so überhaupt kein Verständnis. Ihr könnt mich bestimmt verstehen. Ist bei euch ja sicherlich auch so, oder? Und seid dem wir draußen schlafen, fühlt sich Keks gestört durch meine Rumlauferei, wenn ich wieder nicht weiß, wie ich es schreiben soll und andauernd frage, was besser klingt. Dann aber am Ende darauf bestehen, dass ich es als Gute Nacht Geschichte vorlese. Das ist so typisch für die Mädels.

Also wenn ich ehrlich bin, wird mir schon was fehlen, wenn ich euch nicht mehr schreibe. Und die vielen kleinen Fotoshootings mit Sid, waren einfach sehr lustig. Ich glaube auch, dass Jani uns nicht mehr so viel Blödsinn machen lässt dann, weil wir uns zwischen unseren Arbeitsstunden ausruhen sollen und dann ist ja auch wieder mehr los hier auf der Anlage, so dass wir wahrscheinlich nur nerven. Wir können uns ja nie zurückhalten. Dann darf ich ab morgen auch nicht mehr die anderen über den Platz schicken oder Nane beim Reiten unterstützen. Jani findet, dass es dann wieder anständig auf dem Platz zugeht. Ihr seht, Jani freut sich noch mehr darüber, dass ihr wiederkommt. Sie mag es nicht so gern, wenn es nicht geordnet abläuft.

So dann hoffen wir mal, dass jetzt alles gut geht und wir nicht nochmal so eine lange Pause kommt. Bettina und Jani arbeiten schon daran, sich für euch noch etwas Besonderes einfallen zu lassen für diese lange Durststrecke.

Wisst ihr, ich muss jetzt noch ein kleines Geheimnis lüften. Also, ich habe zwar die Texte geschrieben und natürlich auch die Fotos gemacht mit Siddys Hilfe, allerdings habe ich vom Internet so überhaupt und gar keine Ahnung. Dafür war ich noch auf die Hilfe von Silvia angewiesen. Sie kümmert sich um unsere Homepage und weiß wie es geht. Also hat sie mir ein Handy gebracht mit dem ich ihr die Texte und Fotos schicken konnte. Und da ich immer erst so spät alles schreibe, wie gesagt, tagsüber war nicht so viel Zeit, musste Silvia lange warten, bis sie es für euch auf die Homepage setzen konnte. Und sie hat nie mit mir geschimpft. Ich bin ihr echt dankbar. Sie war in den letzten Wochen einfach super.

So, meine Lieben, das war es jetzt wirklich von mir. Morgen können wir uns endlich sehen und zu mir müsst ihr auch keine Abstand halten. Ein paar kleine Fotos hab ich euch noch gemacht und von mir mein Lieblingsbild. Ich bin einfach so schön!

Seid alle ganz lieb gegrüßt, Euer Mücke

Ellis Theorie Stunde – 08.05.2020

Ellis Theorie Stunde – 08.05.2020
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Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch etwas zur Pferdepflege und Pflege des Zaumzeugs erzählen. Ich hoffe, ihr habt ein bisschen Spaß daran.

Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, warum ihr uns eigentlich immer wieder putzt? Natürlich zur Reinigung, das ist ja klar, aber das ist nicht der einzige Grund. Putzen dient auch zur Massage und zur Durchblutung. Dadurch wird unser Wohlbefinden gefördert. Ein ganz wichtiger Aspekt ist auch die Vertrauensbildung zwischen euch und uns. Gerade in der ersten Zeit, wenn wir uns noch nicht so gut kennen. Und ganz ehrlich, die meisten von uns Pferden genießen so einen ordentlich Putz sehr, also ich in jedem Fall. Natürlich betrachtet ihr beim Putzen unseren Körper ganz genau und könnt so auch schon feststellen, ob wir uns irgendwo verletzt haben oder sonst irgendetwas an uns nicht stimmt.

In so einen anständigen Putzkasten gehört so einiges. Ich zähle es euch mal auf:

– Striegel (niemals am Kopf und an den Beinen benutzen)
– Kardätsche
– Wurzelbürste (wird überwiegend an den Beinen verwendet)
– Mähnenkamm/ Mähnenbürste (niemals für den Schweif)
– Hufkratzer
– 2 Schwämme (für Augen, Nüstern, Maul, zweiter Schwamm für den Po)

Eigentlich gibt es sogar eine bestimmte Reihenfolge beim Putzen. Jani sagt aber immer, das findet sie nicht ganz so wichtig. Wichtiger ist, dass es gründlich und ruhig gemacht wird. Trotzdem schreibe ich euch mal die Reihenfolge auf:

1. Mit dem Striegel wird das Deckhaar (Körperhaar) an den bemuskelten Stellen kreisförmig aufgraut.

2. Danach nimmt man die Kardätsche dazu um das Fell wieder glatt zu streichen und um den feinen Staub rauszubürsten.

3. Mit der Wurzelbürste werden dann die Beine gründlich sauber gemacht und im Anschluss mit dem Hufkratzer die Hufe geäubert.

4. Jetzt kommt die Lieblingsbeschäftigung der meisten Mädels. Das Langhaar (Mähne und Schweif) wird bearbeitet. Die Mähne mit dem Kamm und der Schweif mit den Händen. Dieses nennt man Verlesen.

5. Zum Schluss kommen die Schwämme zum Einsatz.

6. Im Sommer, wenn es ausreichend warm ist, könnt ihr uns natürlich auch mal richtig waschen und den ganzen Winterdreck runterholen. Das finden allerdings nicht immer alle von uns so toll.

Nach dem Putzen sind wir in der Regel sehr zufrieden und gut vorbereitet für die kommende Bewegung.

Zur regelmäßigen Hufpflege gehört allerdings nicht nur das Hufe auskratzen, sondern auch die Pflege des Horns allgemein. Dieses macht der Hufschmied oder Hufpfleger in einem Abstand von 8-10 Wochen. Das müsst ihr euch so ähnlich vorstellen wie das Nägel schneiden bei euch.

Zum Abschluss möchte ich euch noch kurz etwas zur Pflege der Ausrüstung erzählen. Das Lederzeug reinigt man mit Sattelseife und ab und an wird es eingeschmiert mit Sattelfett.

Wichtig ist diese Pflege:

– um Druck- und Scheuerstellen durch Verschmutzung zu vermeiden

– zur Vermeidung von Unfällen durch Kontrolle der Nähte

– es verlängert die Haltbarkeit

– und es sieht einfach schöner aus.

So meine Lieben, das soll es auch schon gewesen sein für heute. Seid alle ganz lieb gegrüßt,

Eure Elli

Mücke – Tagebuch 07.05.2020

Mücke – Tagebuch 07.05.2020
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Hallo ihr Lieben,

da ist der vollgefressene Mücke wieder. Ich kann euch sagen, die letzten Tage waren echt anstrengend für uns alle. Genauer gesagt, für unsere Kiefer – und Kaumuskulatur und für unseren Bauch. Wenn Jani uns morgens auf die Weide lässt alle, dann fressen wir auch nur noch in rasender Geschwindigkeit um so viel wie möglich abzubekommen. Ehrlich, das ist einfach anstrengend. Holt Jani uns wieder rein, kommen wir auch mehr gerollt als gelaufen. Und danach fallen wir sofort in einen sehr zufriedenen ganz tiefen Schlaf. Jani sagt immer, diese ganz bestimmte Ruhe danach auf den Paddocks ist toll. Sie ist dann sehr glücklich uns so zufrieden zu sehen. Mit uns Vierbeinern ist eigentlich für den Rest des Tages nichts mehr anzufangen. Das dauert immer ein paar Tage bis wir uns an den Sommerrhythmus gewöhnt haben und dann auch wieder handlungsfähig sind. Eigentlich ist das ne ganz lustige Zeit für Außenstehende uns so zu sehen. Jedenfalls stelle ich mir das so vor. Ich bin heute mit Siddy nach der Weide noch über die Anlage getingelt und habe Fotos für euch davon gemacht. Gustav hat sich auch schon wieder dazwischen gemogelt, wundert euch nicht. Er ist zu gerne bei uns, der Entericht.

Also ehrlich gesagt habe ich es nur zu einem Teil der anderen geschafft, ich konnte mich einfach nicht mehr weiter bewegen. Zwischendurch wollte ich mich schon hinlegen und ausruhen, aber Siddy hat mich immer wieder weitergezogen. Ich glaube, sie war echt froh, dass sie mich unbeschadet aufs Paddock zurückbringen konnte. Von uns habe ich natürlich keine Fotos gemacht, die wären viel zu peinlich. Gerade finde ich mich auch nicht ganz so hübsch. Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass ich ziemlich eitel bin und im Moment habe ich so viele Zotteln noch an meinem Körper, dass sieht einfach nicht gut aus. Wirklich nicht. Jani darf uns auch nur von Weitem knipsen. Heimlich gemachte Fotos werden auch sofort von mir gelöscht. So langsam werden wir echt faul ohne euch. Ihr müsst uns unbedingt wieder regelmäßig beschäftigen. Das ist sehr gut, dass ihr nächste Woche wiederkommt und uns alle bewegt.

Heute haben wir auch endlich unseren Kaninchen Nachwuchs nachgewogen. Die sind ganz schön gewachsen. Ich hab euch mal Namensschilder gebastelt und mitfotografiert, dann könnt ihr sie endlich auseinander halten und zuordnen. Das Gewicht natürlich auch. Sie können ja noch nicht lesen und werden das also nie sehen. Sonst sind sie bestimmt sauer mit mir… Ich wäre es jedenfalls , wenn jemand so ein Foto von mir mit Gewichtsangabe machen würde.

Meine Hufe werden schon schwer vom Schreiben und meine Augen sind inzwischen auch ganz klein.

Seid alle ganz lieb gegrüßt, Euer Mücke

Mücke – Tagebuch 04.05.2020

Mücke – Tagebuch 04.05.2020
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Hallo ihr Lieben,

so, Naila und ich haben es geschafft, der vorläufige Stundenplan für euch steht. Morgen zeigen wir ihn Jani und dann kommt er zu euch. Hoffentlich gefällt er euch. Und dann sehen wir uns schon ganz bald wieder, hurra!

Heute habe ich ein bisschen Schwierigkeiten zu schreiben bzw. zu erzählen. Ich kann mich irgendwie gar nicht mehr bewegen. Mein Bauch ist so dick und voll. Am liebsten möchte ich mich nur noch auf den Rücken legen und alle vier von mir strecken. Aber das muss jetzt warten. Jetzt seid erst mal ihr dran.

Ihr fragt euch warum es mir so geht, stimmt´s? Wir durften heute auf die Weide für zwei Stunden und natürlich haben wir reichlich das Gras rein geschrotet. Mir geht es also nicht alleine so schlecht. Davor hatte ich ordentlich zu tun mit den Mädels. Das ist nämlich ganz schön anstrengend, die ersten Male uns auf die Weide zu lassen.Wir sind dann ganz schön ungestüm und aufgedreht und können es gar nicht abwarten bis der Zaun aufgeht und wir los düsen dürfen. Im Vorfeld haben wir wieder ausgelost, wer welchen Posten bekommt in diesem Chaos. Es müssen die Aufgaben „zu Beginn vom Zaun zurücktreiben“, „Zaun aufmachen“ und „in die richtige Richtung treiben“ verteilt werden. Jetzt ratet was ich bekommen habe? Richtig, „zu Beginn vom Zaun zurücktreiben“! Also habe ich mich, groß und stark wie ich bin, vor dem Zaun jeweils aufgebaut und diese riesen Herde zurück gehalten. Mir kam es so vor, als wenn 100 Pferde vor mir hin und her laufen und mich am liebsten weg schubsen wollen würden.

Aber ich kann euch sagen, nicht mit mir. Ich habe mich noch mehr aufgebaut und meine Boxhufschuhe haben auch echt Eindruck hinterlassen. Dann hörte ich es nur noch von hinten rufen, dass die Bahn frei ist, so dass ich einen mega Hechtsprung zur Seite gemacht habe und dann war auch nur noch eine Staubwolke zu sehen. Ich kann euch sagen, es ist jedes Jahr wieder aufregend, aber auch echt schön. Zum Glück sind wir Ponys da viel zivilisierter. Wir wollen einfach nur fressen. Zum Glück machen das die Mädels ab morgen wieder allein.

Jetzt müssen wir uns erst mal ausruhen und unsere dicken Bäuche schonen, damit wir morgen wieder auf die Weide können. Ich hoffe, ihr habt ein bisschen Spaß an den Bildern und Videos und könnt so auch dabei sein.

Bis bald , Euer Mücke!

Ellis Theorie Stunde – 03.05.2020

Ellis Theorie Stunde – 03.05.2020
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Hallo ihr Lieben,
heute erzähle ich euch wieder etwas zum großen Thema der Reitlehre. Ich kann euch sagen, dieses Thema ist riesig. Mir schwirrt schon der Kopf. Und es ist echt schwer immer so das passende raus zu suchen.

Habt ihr euch eigentlich schon mal gefragt, warum wir alle soviel zum Thema der Reitlehre lernen sollten? Ich zähle euch mal ein paar Grundsätze zur Grundausbildung von Reiter und Pferd….
Grundsätze:
– der Umgang mit dem Pferd muss erlernt werden
– die Artgerechte Ausbildung ist Grundlage
– die Harmonie von Reiter und Pferd hat immer Vorrecht
– das geschulte Pferd ist der beste Lehrmeister
– die vielseitige Ausbildung sollte gewährleistet sein
– die Gesunderhaltung und das Wohlbefinden des Pferdes hat oberste Priorität

Im folgenden erzähle ich euch etwas zu den Gangarten, die ihr ja alle ganz schnell lernen möchtet und schon ganz viele von euch kennen. Aber wisst ihr auch schon, wie sie ablaufen?
Schritt (erste Gangart):
– ist ein Viertakt in acht Phasen
– es ist eine schreitende Bewegung
– er ist fleißig und raumgreifend
– er ist gleichseitig, aber nicht gleichzeitig (sonst wäre es ein Passgang, wie bei einem Kamel)
Trab (zweite Gangart)
– ist ein Zweitakt in vier Phasen
– schwungvoll
– raumgreifend
Galopp (dritte Gangart)
– ist ein Dreitakt in sechs Phasen
– ist eine schwunghafte Bewegung
– fleißig und raumgreifend

Es gibt zu den jeweiligen Gangarten auch noch die Fußfolgen. Jani sagt immer das ist ganz schön kompliziert sich zu merken, wenn das Pferd nicht direkt neben einem läuft. Wenn man richtig gut ist, kann es beim Reiten erfühlt werden.

Pferde werden in der Bahn nicht nur in ihren Gangarten geritten, sondern auch in bestimmten Linien. Diese Linien nennt man Hufschlagfiguren. Es sind Arbeitslinien, die sich über Jahrhunderte darin bewährt haben, uns Pferde zu lösen, unsere Durchlässigkeit zu verbessern und somit die Versammlung zu fördern. All dieses dient unserer Gesundheit und unserem besserem Verständnis in der Kommunikation mit euch Menschen.

Hufschlagfiguren auf gerader Linie sind zum Bsp.:
– durch die halbe Bahn wechseln
– durch die ganze Bahn wechseln
– durch die Länge der Bahn wechseln
Hufschlagfiguren auf gebogener Linie sind zum Bsp.:
– auf dem Zirkel geritten
– aus dem Zirkel wechseln
– durch den Zirkel wechseln
– einfache Schlangenlinie
– Schlangenlinie durch die Bahn
– Volten
– Kehrtvolten
– aus der Ecke kehrt

Hufschlagfiguren sind nicht zu verwechseln mit Lektionen. Sowie Hufschlagfiguren also die Linien sind, die man in den verschiedenen Gangarten reitet, so sind Lektionen bestimmte Übungen, welche ihr mit uns auf diesen Linien reitet.
Lektionen sind zum Bsp.:
– antraben
– angaloppieren
– anhalten
– Rückwärtsrichten
– Seitengänge
– Zügel-aus-der-Hand-kauen-lassen

Um all dieses in einer Reitbahn reiten zu können, sollte man die Bahnregeln kennen. Dieses ist genauso wichtig, wie die Regeln im Straßenverkehr, da man ja nicht immer allein in der Reithalle oder auf dem Reitplatz ist. Für einen geregelten und sicheren Ablauf zu gewährleisten gibt es folgende Regeln:
– vor dem Betreten der Halle oder dem Platz ruft man „Tür frei bitte“ und wartet auf die Antwort „Tür ist frei“
– Auf – und Absteigen, Nachgurten usw. sind immer in der Mitte eines Zirkels zu erledigen
– zu anderen Pferden auf der Bahn ist immer ein Sicherheitsabstand zu halten
– im Schritt oder zum Halten geht man immer auf den zweiten Hufschlag, wenn man nicht allein in der Bahn ist
– auf der linken Hanf hat zu reiten hat immer vorfahrt gegenüber auf der rechten Hand hat zu reiten
– gerade Linien haben immer Vorfahrt gegenüber gebogenen Linien
– Longieren oder Springen ist nur gestattet, wenn alle Reiter in der Bahn damit einverstanden sind
– Hindernismaterial und ähnliches ist immer nach der Benutzung ordnungsgemäß wegzustellen

So, dieses soll es für heute wieder gewesen sein. In der nächsten Theoriestunde erzähle ich euch etwas zum Thema Umgang mit uns Pferden und Pflege unseres Zubehörs.
Liebe Grüße, Eure Elli

Ellis Fragebogen 03.05.2020

Ellis Fragebogen 03.05.2020
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Hallo ihr Lieben,

1. Welche verschiedene Haltungsformen für uns gibt es?

2. Welche Haltungsform findet ihr am besten für uns und warum?

3. Ist Rau- oder Kraftfutter am besten für uns? Oder Beides? Begründe warum!

4. Was ist der Unterschied zwischen Hufschlagfiguren und Lektionen?

5. Warum sind Bahnregeln so wichtig?

Ihr könnt die Fragen für euch beantworten oder aber die Antworten natürlich an Jani und mich schicken. Entweder schickt ihr es per Mail oder als Foto per WhatsApp.

Viel Spaß beim beantworten, Eure Elli

Mücke – Tagebuch 01.05.2020

Mücke – Tagebuch 01.05.2020
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Hallo ihr Lieben,

heute habe ich ne gute Nachricht für uns alle. Jani wird sich in wenigen Tagen bei euch melden, wie wir uns ab dem 10 Mai wiedersehen können. Ihr dürft wieder mit uns durch die Gegend zotteln. Das wird super. Wir freuen uns alle so auf euch. Dann können wir euch wieder alles ganz persönlich erzählen. Das wird super.

Wir sind endlich wieder alle beschäftigt und gehen den Mädels mit unserem Blödsinn nicht mehr so auf den Sender. Nur noch eine Woche gedulden. Jani hat uns erklärt, dass sie jetzt nur noch abwarten müssen, welche Vorschriften wir beachten sollen. Also ob wir uns immer erst in ein Desinfektionsbad legen müssen, ob wir uns noch Schutzanzüge nähen müssen oder ob unsere Masken doch ausreichen. Und ganz wichtig wie viele gleichzeitig von euch zu uns kommen dürfen. Bedeutet auch, dass Naila und ich ab morgen über euren Reitstundenplan brüten und verschieden Vorschläge ausarbeiten. Logisch, dass wir nur einen zum Schluss brauchen, aber bis die ganzen Termine unserer Kumpels berücksichtigt sind, oh man. Ihr fragt euch jetzt nicht wirklich was das für Termine sind, oder? Also bei Elli und mir ist das ja ganz einfach. Unsere Hauptbeschäftigung fällt ja weg, wenn ihr wieder da seid. Aber Naila, unsere Streberin muss ihre Schreiberei ein bisschen beschränken. Sie schreibt ja an einem Roman und da sich Stuten nie kurz fassen können, findet sie kein Ende. Urmel, Godi und die anderen Jungs müssen ihre Fußballduelle beenden (wenn man das Fußball nennen kann, was die da versuchen mit Joris als Schiedsrichter) und sich endlich entscheiden, welche Mannschaft die Bessere ist. Und Keks muss mit Ginger endlich aus ihrem Schönheitssalon rauskommen. Wenn ihr wieder da seid, herrscht hier endlich wieder Normalität.

Wie schräg die Jungs gerade manchmal sind, seht ihr ja auf den Fotos, die ich geschossen habe. Ehrlich, die finden einfach kein Ende. Ich bin so froh, dass wir ein extra Paddock für uns haben. Das würde ich nicht aushalten, in meinem Alter genießt man schon Mal die Ruhe. Selbst Lady, die bisher immer die Ruhe selbst war, musste heute ordentlich Dampf ablassen auf dem Platz. Buca hat sie ganz schön angesteckt. Die Beiden sind so rumgeflitzt, ich glaube, die beiden machen mir so langsam Konkurrenz. Sie wollen tatsächlich schneller sein als Mücke, die Rennsemmel. Aber ihr könnt ganz beruhigt sein, ich bin und bleibe der Schnellste und Beste.

Zum Abendbrot gab es ne ordentliche Portion Brot. Wie lecker das gewesen ist, könnt ihr ja auf den Fotos sehen.

So, dass soll es gewesen sein für heute. Die anderen warten auf mich. Zusammen einschlafen und vorher noch Geschichten erzählen ist einfach am schönsten.

Bis ganz bald, Euer Mücke

Ellis Theorie Stunde – 29.04.2020

Ellis Theorie Stunde – 29.04.2020
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Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich etwas zum Thema Haltung und Fütterung erzählen. Das ist ein sehr wichtige Bereich, da optimale Bedingungen zu unserem Wohlbefinden beitragen und wir nur dann Leistungsfähigkeit sind.

Haltung

Fangen wir mal mit den Unterbringungsmöglichkeiten an. Bei uns hier gibt es zwei verschieden Arten von Pferdehaltung. Einmal der Offenstall und einmal die klassische Unterbringung in einer Box mit täglichem Auslauf.

Beginnen wir mal mit dem Offenstall bzw. der Gruppenauslaufhaltung:

– Pferde leben auf einer großen Fläche zu mehreren gemeinsam
– sie haben verschiedene Fressbereiche (Heuraufen)
– es gibt Unterstände für schlechtes Wetter oder als Sonnenschutz
– sie leben das ganze Jahr über draußen

Die Haltungsform entspricht unserer ursprünglichsten Lebensform. Sie hat viele Vorteile. Wir haben unsere Sozialkontakte, wir haben möglichst viel Auslauf dadurch und bekommen immer ausreichend Luft und Licht. Natürlich hat es auch einige Nachteile. Voraussetzung, dass es klappt, ist das wir uns alle gut verstehen, sonst gibt es zu viele Verletzungen. Außerdem muss gewährleistet sein, dass wir alle die gleiche Futtermenge abbekommen, da in einem Offenstall eine individuelle Fütterung nicht möglich ist. Um euch ein kleines Beispiel zu geben, Farah, unsere alte braune Stute lebt besser im Winter über Nacht in der Box, da sie ihre Ruhe und ausreichend Futter braucht. In einer natürlichen Herde werden die alten Pferde leider auch aussortiert und bekommen nicht immer alles in gleicher Menge ab und würden auf diese Art nicht so alt werden, wie sie es heute können.

Boxenhaltung:

– die Pferde stehen einzeln in einer Box und kommen tagsüber stundenweise auf einen Auslauf
– meist befinden sich die Boxen in einem geschlossenen Gebäude, sowie Alberts Box

Auch gibt es Vor- und Nachteile. Die Hauptnachteile sind die wenigen sozialen Kontakte und die geringere Bewegungsfreiheit. Diesem kann man aber ganz einfach entgegen wirken, in dem die Pferde so wie bei Jani sehr früh morgens rauskommen und erst spät abends wieder rein. Und in den guten Monaten können auch diese Pferde den ganze Zeit draußen auf der Weide bleiben. Einige Boxen hier bei uns sind auch nicht in einem geschlossenen Gebäude so wie an der Halle. So haben die Pferde immer genügend Luft, Licht und Sichtkontakt mit ihren Kumpels.

Laufstall:

– mehrere Pferde werden in einem großen geschlossenem Stall gehalten
– meistens werden Jungpferde so gehalten
– ähnlich wie ein Offenstall
– meist mit angrenzendem Auslauf, zu dem nur das Tor aufgemacht werden muss

Die Vor- und Nachteile erzähle ich euch hier nicht nochmal, da es sich wie in der Offenstallhaltung verhält.

Bei allen Haltungsformen müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Man braucht in den Gebäuden immer ein gutes Stallklima. Das bedeutet, die Temperaturen müssen den Außentemperaturen angepasst sein, es muss genügend Licht da sein und auch immer frische Lust. Dafür müssen die Boxen eben regelmäßig gemistet und frisch eingestreut werden bzw. eine trockenen Streuoberfläche haben. Die Boxen müssen groß genug sein und die Stallgasse darf nicht rutschig sein. Außerdem braucht jede Box eine Futter- und Wassermöglichkeit. Bei den Außenanlagen ist auf eine anständige Einzäunung zu achten, also hoch genug und aus festem Material. Idealerweise auch mit Strom. Dieses sollte regelmäßig kontrolliert werden um Verletzungen zu vermeiden. Das Heu muss immer sich auf trockenen Böden bzw. in Heuraufen befinden und immer genügend Wasser vorhanden. Die Unterstände sollten ebenso groß genug um über Nacht jedem Pferd eine eventuelle Unterstellmöglichkeit zu geben.

Fütterung

Das Thema Fütterung ist sehr vielfältig und ihr könnt mir glauben, da gibt es jede Menge Meinungen dazu wie es richtig sein sollte. Ich erzähle euch mal, was für Jani wichtig ist und wie sie es richtig findet. Uns geht es hier ganz gut damit. Erst mal ist wichtig zu wissen, welche Futterarten wir unterscheiden.

Raufutter: Heu, Stroh, Heulage, Silage, (Gras)

Saftfutter: Mohrrüben, Äpfel usw, (Gras)

Kraftfutter: Hafer, Gerste, Pellets, Müsli, Rübenschnitzel usw.

Raufutter ist das Wichtigste für uns, von dem wir auch am meisten bekommen sollten und möglichst über mehrere Stunden daran knabbern können. In dem Fall ist das Heu gemeint. Stroh ist nicht so sehr zum fressen da, da wir davon bei zu großen Mengen Bauchschmerzen bekommen können. Die meisten von uns kommen mit anständigen Portionen Heu am Tag völlig aus. Hier gibt es immer zwei Mal am Tag, allerdings fressen wir jedes mal gute 4 Stunden daran. Wenn wir besonders viel arbeiten müssen oder auch schon recht alt sind, dann brauchen wir noch zwei Portionen Hafer, also Kraftfutter, dazu. Da unser Körper dann besonders viel verbrennt. Unsere kleine Ponybande bekommt es weniger, da sie erstens viel kleiner sind und zweitens dazu neigen, zu schnell zu dick zu werden. Und das ist dann wieder nicht gesund für sie. Saftfutter bekommen wir ab und an als besonderes Highlight. Darf aber auch nicht zu viel sein, da wir sonst Durchfall bekommen. Das zu wissen ist jetzt in dieser Zeit ganz besonders wichtig, da ja überall das Gras so lecker wächst. Daran müssen wir uns erst wieder gewöhnen bevor wir den ganzen Tag auf die Weide dürfen. Dieses nennt man an anweiden. Also jeden Tag ein bisschen mehr Gras. Die Zeit mögen wir sehr. Wichtig ist noch zu wissen, dass man ab und zu mal unseren Mineralhaushalt kontrollieren muss, ob irgendwas fehlt in unserem Körper. Dieses muss dann mit Spezialfutter ausgeglichen werden. Meistens merkt man es daran, dass wir entweder schlapp sind oder unser Fell ganz stumpf aussieht. Und wenn wir wirklich mal krank sind, dann bekommen wir eine warme Mahlzeit welche man Mash nennt.

Ansonsten ist noch allgemein zu sagen, dass natürlich wichtig ist, dass das Futter immer sauber sein muss und von guter Qualität ist. Und das wir zum Fressen viel Ruhe brauchen. Wasser muss für uns immer erreichbar stehen. Hab ich euch eigentlich schon erzählt, dass wir ca. 40-70 Liter Wasser am Tag trinken? Das ist ganz schön viel, oder? Ach so, die Salzlecksteine habe ich auch vergessen, die überall für uns hängen. Die mögen die meistens von uns sehr und sind gut für unseren Mineralhaushalt.

So, ich glaube, ich habe nichts vergessen. Wie gesagt, dazu gibt es unendlich viele Meinungen und Ratschläge von daher habe ich euch einfach mal erzählt, wie es bei uns läuft. Ich finde es ganz gut so.

Beim nächsten Mal erzähle ich euch wieder was zum Thema der Reitlehre.

Seid ganz lieb gegrüßt, Eure Elli

Mücke – Tagebuch 29.04.2020

Mücke – Tagebuch 29.04.2020
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Hallo ihr Lieben,

Jani hat bei uns den Sommer eingeläutet. Hurra! Wir dürfen jetzt alle draußen schlafen. Die Nächte sind jetzt warm genug, findet Jani. Ich muss ihr da auch Recht geben. Auch wenn wir das im Winter in unser Box sehr gemütlich finden, ist es super schön wieder unter dem Sternenhimmel zu schlafen. Vorausgesetzt es sind welche da. Letzte Nacht war das ja nicht so. Es waren mehr Regenwolken. Aber auch das hat uns nicht gestört. Seid ihr uns nicht mehr besuchen dürft, hat es ja nicht mehr geregnet. Hier war schon wieder alles total staubig. Das könnt ihr euch bestimmt gar nicht vorstellen. Ihr kennt es noch so richtig matschig, glaube ich. Wir können uns nicht mehr so richtig erinnern, so lange ist das schon her. Auf jeden Fall haben wir den Regen letzte Nacht sehr genossen und uns mal wieder so richtig dreckig gemacht auf dem feuchten Boden. Ich kann euch sagen, das war ein Spaß. Wir haben die ganze Zeit fangen gespielt und uns immer wieder durch die kleinen Pfützen gekugelt. Die reinste Gaudi für uns. Als Jani uns heute morgen gesehen hatte musste ganz schön lachen über die vier dreckigen und sehr müden Ponys. Zum Glück hat sie immer sehr viel Verständnis für so etwas. Sie hat ganz leise unser Frühstück hingelegt und uns dann nochmal schlafen lassen. Die Fotos, die heute entstanden sind, hat diesmal Jani gemacht, ich war einfach zu müde. Später hat sie uns erzählt, dass es bei den anderen auf den Paddocks anscheinend nicht anders gewesen ist. Heute gibt es als überwiegend liegende Pferde.

Eine echt lustige Story von der Isländer Jungsbande hatte sie uns später noch erzählt. Die haben sich wohl während des schlafens und träumens ineinander gekugelt. Genauer gesagt, hat der Hengst sich genau auf Vic gedreht. Der ist ganz erschrocken aufgesprungen und kam gar nicht so schnell hoch, weil ja einer auf ihm drauf lag. Hinterher hat er wohl ordentlich geschimpft mit ihm. Der Schimmel stand nur daneben hat sie ausgelacht. Also ehrlich, das hätten wir auch sehr lustig gefunden.

Mal schauen, was diese Nacht so passiert. Jani hat natürlich meinen Schreibplatz und Laptop mit umgebaut, so dass ich weiterhin mit euch schreiben kann. Da wir jetzt noch mehr Platz haben als in der Box, kann ich mich auch immer in eine Ecke verkrümeln und störe so niemanden. Ihr glaubt gar nicht was nachts hier so los ist manchmal….aber das erzähle ich ein anderes Mal.

Bis bald, Euer Mücke!

Mücke – Tagebuch 27.04.2020

Mücke – Tagebuch 27.04.2020
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Hallo ihr Lieben,

hier ist euer Mücke. Ihr habt bestimmt gemerkt, dass ich einen Tag zu spät dran bin, aber gestern war ich so kaputt und meine Hufe waren so schlapp, da war einfach nichts zu machen. Ich hätte euch nur Blödsinn geschrieben und meine Hufe wären andauernd auf der falschen Taste gelandet. Deswegen habe ich es lieber auf heute geschoben. Wir hatten ganz schön viel zu tun in den letzten zwei Tagen.

Das wichtigste für heute war das Thema mit der Maskenpflicht. Da wir uns ja schon so auf euch freuen und möchten, dass ihr ganz bald wiederkommen dürft, haben wir uns natürlich auch Masken gemacht. Besser gesagt, Keks und Naila sind losgezogen und haben in der Sattelkammer nach Stoff gesucht und es dann nach Ponyart zusammengenäht. Joris und ich waren ganz überrascht, was für tolle Masken für uns rausgekommen sind. Natürlich haben wir das ganze auch bildlich festgehalten. Das war mit dem Selbstauslöser an der Kamera gar nicht so einfach. Irgendwer war immer nicht in der richtigen Position. Und mal ehrlich, Joris sieht so ein bisschen aus wie ein kleiner Bankräuber, echt zum schießen. Keks hingegen sieht sehr süß aus. Natürlich hat sie sich eine rosane Maske mit Schleifchen genäht. So wie wir Keks halt kennen. Die Mädels fanden uns super und haben uns kräftig dafür gelobt, dass wir so vorbildlich sein möchten, aber uns dann erklärt, dass wir das nicht brauchen. Die Maskenpflicht gilt für euch Menschen. Falls es doch noch kommt für uns, sind wir auf jeden Fall schon mal vorbereitet.

Ich hab euch schon beim letzten Mal von der Fräse erzählt. Was für ein Höllengerät, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Das ist so ein Teil, womit man den Boden, z. B. auf dem Reitplatz, auflockert. Der Hufschlag war ja so ein bisschen schief und uneben. Also ehrlich, ich bin so froh, dass ich nur zugucken durfte und Jani hinter diesem Höllengerät stand, besser gesagt, sie ist hinterher geflogen. Das war sehr lustig. Ich musste sehr aufpassen, dass ich nicht laut loswiehere. Bettina konnte sich auch nur schwer zusammenreißen. Bis Jani dieses Gerät unter Kontrolle hatte, sah es einfach sehr lustig aus, wenn sie völlig unkontrolliert dahinter hing. Wir haben heimlich Fotos gemacht, das Video lassen wir lieber weg, dann wäre sie uns bestimmt böse. Das habe ich nur Naila, Joris und Keks gezeigt. Die Stuten hatten Mitleid mit Jani, aber Joris hat sich auf dem Rücken gekringelt vor lauter Lachen, der Schlawiner.

Und zu guter Letzt haben wir dann noch Godur sein Fell geklaut. Er hat noch soviel Wolle, dass ihm das Atmen schwerfällt und er einfach zu viel schwitzt. Ich hoffe, Jani kommt nicht auf die Idee, das auch mit mir zu machen. Ich möchte nicht so nackig aussehen wie Godur. Jani macht das zwar gar nicht schlecht, aber trotzdem hätte ich ein bisschen Sorge um meine Schönheit. Da bin ich dann doch sehr eitel.

So, jetzt hab ich aber genug geschrieben. Ich kuschel mich mal schnell zu Naila.

Liebe Grüße, Euer Mücke!